Goldauer Bergsturz von 1806
 
Waldentwicklung
 
 
 
 
Unwetter 2005
 
 
 
 
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Alle Wälder, die im Gebiet des Goldauer Bergsturzes vorkommen, haben sich nach dem Bergsturz neu aufgebaut. Je nach Höhe und Lage ging dieser Aufbau unterschiedlich weit und verlief unterschiedlich schnell. Heute finden wir deshalb im Bergsturzareal verschiedene Waldentwicklungsstufen vor. Die Entwicklung verlief vielerorts ohne menschliches Zutun, so dass es sich hier um junge, durchaus urwaldähnliche Bestände handelt.


Trockenwarmer, lichtreicher Berg- und Waldföhrenhain auf 1400 m

Die Wälder am Bergsturzhang lassen sich in mehrere Teile einteilen:
Im oberen Hangteil (1550 - 1100 m) stocken auf zum Teil kargem Boden sehr lockere, niederwüchsige Wald- und Bergföhrenbestände.
Im mittleren Hangteil (1100 - 800 m) stehen höhere, halbschattige Wälder mit Fichten und Waldföhren sowie einer üppigen Grasschicht und vielen attraktiven Pflanzen.
Im unteren Hangteil (< 800 m) wachsen Mischwälder auf Blockschutt mit Nadelbäumen und zum Teil anspruchsvollen Laubbaum- und Straucharten.

Im Talgrund im sogenannten Schutt (500 m) sind ausgedehnte Blockschuttwälder mit Laub- und Nadelbaumarten anzutreffen, die zum Teil mit feuchten und nassen Waldstellen durchsetzt sind.

 

Lichtreicher Föhrenhain
(1100 m)


Grasreicher, halbschattiger
Föhrenwald
(950 m)

Strauchreicher Laub-
Nadel-Mischwald (500 m)

Dieser Wechsel in der Formation des Waldes kann man besonders eindrücklich «erleben», wenn man im Sommer am Bergsturzhang von oben nach unten steigt. Ist man im oberen Bergsturzgebiet der Sonne voll ausgesetzt und spenden die Bäume dort nur wenig Schatten, so wirkt der Schatten der die unteren Wälder spenden erfrischend und kühlend.


Weiterführende Literatur:

Grundmann A., 2001: Vegetationskundliche Betrachtungen im Gelände des Goldauer Bergsturzes. Ein Exkursionsführer. Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich, 146 (4), 105–114.

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Übersichtstabelle der Vegetation im Goldauer Bergsturz
  (mit deutschen und wissenschaftlichen Pflanzennamen).
© 1.1.2007