Goldauer Bergsturz von 1806
 
Vegetation
 
 
 
 
Unwetter 2005
 
 
 
 
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Die Steinwüste wird besiedelt  
 

Kurze Zeit nach den Niedergang des Bergsturzes hatte der Zürcher Landschaftsmaler und Kupferstecher Johann Heinrich Meyer (1755-1829) die Gegend von Goldau besucht und eine Zeichnung des Bergsturzgeländes angefertigt. Überwältigt vom Anblick des Trümmerfeldes meinte er damals, dieses ehemals so blühende Tal würde nun für Jahrhunderte in eine unwirthbare Steinwüste verwandelt bleiben...


Der oberste Teil des Abbruchgebietes (1500 m)


Heute sieht man die von J. H. Meyer gemachte Aussage durchaus in einem etwas anderen Licht. Denn in den letzten 200 Jahren hat eine bemerkenswerte Rückeroberung des Schuttgeländes durch die Natur stattgefunden und heute treffen wir im Bergsturzgelände manche bemerkenswerte und artenreiche Vegetationsform an. Darüberhinaus gibt es im Alpenraum kaum eine Handvoll vergleichbarer Orte, wo man die Neubesiedlung eines frisch geschaffenen, nur von Bergsturzmaterial überdeckten Standortes derart «nah» mitverfolgen kann.



 

© 1.1.2007