Goldauer Bergsturz von 1806
 
Geologie
 
 
 
 
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Der Stein verrät die Entstehung
 

An der Abrisswand des Goldauer Bergsturzes lässt sich eine auffallende Bänderung und Schichtung der Gesteine beobachten. Dicke, bis 30 Meter hohe, schwer verwitterbare Nagelfluhschichten wechseln mit wenige Meter dicken und leichter verwitterbaren Sandstein- und Mergellagen ab. Schaut man sich die Nagelfluh aus nächster Nähe an, sehen wir, dass sie sich aus vielen runden Bachsteinen zusammensetzt. Dies gibt uns den entscheidenden Hinweis auf ihre Entstehung.



Die Gesteine, die diese Felswand aufbauen, wurden vor rund 25 Mio. Jahren als Geschiebe aus den im Aufbau begriffenen Alpen auf einem flachen Schuttfächer abgelagert und später verfestigt. Dabei entstand aus grobem Bachgeröll und Kiesfrachten die Nagelfluh. Sande verfestigten sich zu Sandstein und aus feinem Schlamm wurde Mergel. In diesen Geschiebelagen wurden auch jene pflanzlichen und tierischen Reste und Spuren eingelagert, die wir heute als Fossilien wiederfinden können.

 


Der Geologe Ivan Stössel hat nach einer Idee von Beat Keller die obige Zeichnung angefertigt, welche uns die Entstehung der Gesteine des Rossberges zeigt. Die seitliche Verlagerung der Flussarme auf der Überschwemmungsebene hinterlässt dabei die sich wiederholende Sedimentfolge Nagelfluh-Sandstein-Mergel. In dieser charakteristischen Schichtfolge liegt denn schliesslich auch einer der Schlüssel für den späteren Bergsturz.


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Weiterführende Literatur:

< 
Der Goldauer Bergsturz      (Text im PDF-Format mit Literaturhinweisen)


© 1.1.2007