Goldauer Bergsturz von 1806
 
Fossiler Baum
 
 
 
 
Unwetter 2005
 
 
 
 
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25 Millionen Jahre alte Bäume im Bergsturzgebiet Nächste Seite
 

Die Baumstrünke wurden in einer Mergelschicht im oberen Bergsturzgebiet auf etwa 1400 m gefunden. Sie stehen aufrecht im Gestein und sind bis 2 m hoch. Diese Baumstrünke sind Überreste eines Auenwaldes welcher zur Zeit der Unteren Süsswassermolasse vor circa 25 Mio. Jahren auf der Überschwemmungsebene eines weitverzweigten Flusssystems stockte und später bei einem Hochwasser zugeschüttet und im Gestein eingeschlossen wurde (vgl. > Fossilien). Erst der Goldauer Bergsturz hat die Felsschichten mit den versteinerten Bäumen wieder freigegeben.

Projektgruppe vor dem Abdruck eines fossilen Baumes bei der Präsentation im Tierpark Goldau

Die Bäume wurden im Laufe der Jahrmillionen vollständig in Kohle umgewandelt. Es lässt sich deshalb nicht mehr genau feststellen um welche Arten es sich handelt - es könnten Sumpfzypressen oder Wasserfichten sein. Bis heute wurden in der Schweiz nur wenige vergleichbare Fossilien gefunden, wovon keiner mehr offen zugänglich ist. Die verkohlten Bäume zerfallen relativ schnell. Um diesen aussergewöhnlichen Fund dennoch für die Nachwelt zu dokumentieren wurde mittlerweilen von einem der Bäume ein originalgetreuer Abdruck angefertigt, der sich in Form und Farbe kaum vom Original unterscheidet. Der Abguss wird in naher Zukunft im Natur- und Tierpark Goldau im Rahmen einer neu konzipierten Geologie-Ausstellung zu sehen sein.


Wie wurde der Abdruck angefertigt? > Nächste Seite


Weiterführende Literatur:

Furrer H., Reichlin T., Grundmann A., 2003: Fossile Baumstrünke in der Unteren Süsswassermolasse (spätes Oligozän) im Bergsturzgebiet von Goldau. Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich, 148 (1), 27–34.

© 1.1.2007