Goldauer Bergsturz von 1806
 
Der Bergsturz
 
 
 
 
Unwetter 2005
 
 
 
 
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Die Katastrophe war vorprogrammiert
 

Die vor rund 25 Mio. Jahren im Alpenvorland abgelagerten Sedimentschichten (vgl. > Geologie) haben sich in den folgenden Jahrmillionen zu jenen harten Gesteinen verfestigt, die wir heute am Rossberg vorfinden. Diese Gesteine wurden in der letzten Phase der Alpenfaltung in die Gebirgsbildung mit einbezogen. Die Felslagen wurden dabei schräggestellt und zu den uns heute bekannten Molassebergzügen Rossberg und Rigi emporgehoben.
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Neben dem Aufbau der Gesteine liegt ein weiterer Schlüssel zur Entstehung des Bergsturzes bei den Eiszeiten. Ein Seitenarm des Reuss-Gletschers hatte das Tal ausgeweitet und dabei die unteren Teile der schräg gestellten Gesteinsschichten abgetragen. Die höher gelegenen Schichten blieben so ohne stützenden Fuss stehen.

 

Ohne das Widerlager der unteren Schichten wurden die oberen Felspartien nur noch durch Reibung am Hang gehalten. Im Laufe der Jahre bildeten sich in den Gesteinen Klüfte, durch die Wasser in die darunter liegenden Mergelschichten eindringen konnte und den Mergel allmählich aufzuweichen begann.

 


Nach einiger Zeit wurde die Mergelschicht derart weich, dass sie wie eine Rutschbahn für die darüber liegenden Gesteinsschichten war. Schliesslich rutschen in einer regenreichen Periode die Felsmassen ab und stürzen als Bergsturz ins Tal.
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Der Goldauer Bergsturz ist am Rossberghang kein Einzelereigniss. Es sind mindestens 2 weitere grosse Bergstürze bekannt (Oberarther Bergsturz und Röthener Bergsturz) die auf das gleiche Zusammenspiel von allmählicher Erosion und anschliessendem Abgleiten der Felsmassen auf einer Mergelschicht zurückzuführen sind.


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Weiterführende Literatur:

< 
Der Goldauer Bergsturz      (Text im PDF-Format mit Literaturhinweisen)
 
© 1.1.2007