Goldauer Bergsturz von 1806
 
Bergsturz
 
 
 
 
Unwetter 2005
 
 
 
 
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Neben grossen Bergstürzen sind am Rossberg seit der Eiszeit auch Dutzende kleinere Stürze niedergegangen. In Erinnerung geblieben ist hierzu vor allem der grosse Abgang beim Gribsch nach Starkniederschlägen im August 2005. Daneben waren im Abbruchgebiet in den letzten Jahren aber auch wiederholt kleinere Felsabgänge zu beobachten, deren Auswirkung lokal begrenzt blieb.

Sturz aus der Ostwand

Aus der Abbruchkante auf der Ostseite sind auf rund 1200 m im Winter 1995/96 etwa 1000 Kubikmeter Gestein ausgebrochen. Die Abbruchstelle war (als heller Fleck im Gestein) von Goldau aus gut zu sehen. Die abgebrochenen Felsmassen blieben auf einer flachen Nagelfluhplatte unmittelbar am Fuss der Wand liegen.
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Sturz aus der Mittelrippe (im Hintergrund ferner die
helle Ausbruchstelle des Sturzes von 1995/96)

Im Winter 2003/04 sind aus der Mittelrippe auf rund 1200 m ein paar hundert Kubikmeter Gestein abgebrochen. Obwohl der Sturz in Richtung Westen erfolgte, ist er für «geübte Augen» von Goldau zu sehen.

 


Sturz unterhalb des Gnipen-Kreuzes

Im Herbst 2002 sind in den Felsen unterhalb des Gnipenkreuzes 5'000-10'000 Kubikmeter Gestein ins Rutschen gekommen. Der Schutt dieses Abbruchs blieb auf einer Länge von 250 m liegen und war von Goldau aus gut zu sehen. Dies war der spektakulärste Sturz der in den letzen Jahren am Rossberg zu sehen und hören war.

 

Die Erosion am Rossberg ist ein natürlicher Prozess, der auch künftig fortschreiten wird. Kleinere Abbrüche werden sich deshalb mit Sicherheit auch in den nächsten Jahren wiederholt ereignen.

Die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren grossen Bergsturz, der bis ins Tal vordringen könnte, ist in naher Zukunft relativ klein. Geologisch betrachtet kann allerdings in Zeiträumen von einigen Jahrhunderten bis Jahrtausenden durchaus wieder ein grosser Bergsturz am Rossberg auftreten.


Weiterführende Literatur:

< 
Der Goldauer Bergsturz      (Text im PDF-Format mit Literaturhinweisen)
© 1.1.2007